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Der Barbier von Sevilla

Wir sind in Spanien, in der wunderschönen Stadt Sevilla im 18. Jahrhundert. Graf Almaviva hat sich unsterblich in ein Mädchen verliebt, die er mit ihrem Vater im Park spazierengehen sah. Voller Lebens- und Abenteuerlust nimmt er sofort die heimliche Verfolgung des Mädchens auf (so wie man das auch heute noch machen sollte). Er macht sich Sorgen, dass das Mädchen ihn nur wegen seiner Stellung und seines Adelstitels lieben könnte. Also verkleidet er sich kurz entschlossen als armer Student und gibt vor Lindoro zu heißen. Denn wer in diesen Zeiten studieren musste, um den musste es schon schlimm bestellt sein, und man könnte ihn wohl nur wegen seiner guten Charaktereigenschaften lieben. Also: ein hervorragender Plan!

Allerdings hat er nicht mit Dr. Bartolo gerechnet. Dieser ist nicht der Vater des Mädchens, wie der Graf zunächst dachte, sondern ihr Vormund. Dr. Bartolo, ein alter, selbstgefälliger, alleinstehender und ebenfalls verliebter Arzt möchte Rosina, so heißt das Mädchen, gerne selbst heiraten. Er sperrt sie deswegen so gut er kann ein und lässt sie nur in seiner Begleitung auf die Straße und in der Stadt spazierengehen.

Ein Glück, dass Almaviva da seinen alten Freund, den Friseur und Barbier der Stadt, Figaro trifft. Dieser äußerst lebendige und lebensfrohe Bursche kennt sich in Sevilla bestens aus, hat als Friseur auch Zugang zum Hause Dr. Bartolos und bietet sofort seine Hilfe an. Die beiden entwickeln die wildesten und schönsten Pläne. So verkleidet sich Almaviva als Soldat, heuert ein paar zufällig herumsitzende Burschen an, und stellt sich betrunken um noch unauffälliger zu wirken. Nicht jeder Plan der beiden lustigen Protagonisten funktioniert, aber Spaß und Aufregung sind garantiert. 

Hintergrund

Rossini verpflichtete sich Mitte Dezember 1815 vertraglich eine Karnevalsoper für das Teatro Argentino in Rom zu schreiben. Die Aufführung war bereits für den 5. Februar 1816 vorgesehen. Allerdings gab es einige Komplikationen bei der Stückauswahl. Die Zensur - das muss man sich heute mal vorstellen - lehnte zunächst einige Stücke und Ideen ab. In der Eile entschloss man sich zur Neubearbeitung eines älteren Stücks. Die rasante Oper schrieb Rossini daher in kürzester Zeit und benötigte zu ihrer Fertigstellung lediglich 26 Tage. Um dies zu schaffen, arbeitete er allerdings einige Nummern aus seinen früheren Opern und Kompisitionen in das Stück ein.

Als literarische Vorlage für das Libretto diente das Theaterstück "Le Barbier de Seville" des berühmten französichen Schriftstellers Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais. Das Stück stammte aus einer Trilogie von drei Theaterstücken und war hier der erste Teil. Das zweite Stück der Trilogie hatte zuvor Mozart in seiner Oper "Die Hochzeit des Figaro" vertont. Im "Barbier von Sevilla" treten die gleichen Personen auf, und das Stück bietet somit die Vorgeschichte für Mozarts Oper (eine Vorgehensweise, die später George Lucas ebenfalls anwandte). Das Libretto zur Oper schrieb der römische Dichter Cesare Sterbini.

Die Uraufführung musste zunächst noch verschoben werden, fand dann aber am 20 Februar statt. Sie wurde von allerlei Theatermissgeschick begleitet und stand insgesamt unter keinem guten Stern. So lief eine Katze über die Bühne, ein Bühnenmusiker stürzte bäuchlings auf offener Bühne hin, und zwischenzeitlich wurder sogar der Vorhang unter Buhrufen und lautem Gejohle des Publikums geschlossen.

Anhänger des konkurrierenden Komponisten Giovanni Paisiello machten Stimmung gegen das Stück, denn Paisiello hatte ebenfalls kurz zuvor eine vielbeachtet Vertonung des "Barbier" vorgelegt und uraufgeführt. Allerdings hatte sich Rossini persönlich das Einverständnis von Paisiello zur Vertonung geholt und aus Rücksicht auch den Titel in "Almaviva oder die nutzlose Vorsicht" geändert (und dies so auch im Programmheft dem Publikum erklärt). Dennoch war die Premiere ein Fiasko. Dies änderte sich aber sehr schnell. Rossini nahm für die zweite Vorstellung einige Kürzungen und Veränderungen vor, und das Stück nahm von da an seinen Siegeszug über die Bühnen der gesamten Welt auf. Es gehört heute zum Standardrepertoire der Opernhäuser und ist eines der am meisten gespielten Stücke. 

 

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Kölner Opernkiste - Musiktheater für Kinder

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- eine Bühne (d.h. Platz) mit 6m Breite, 4m Tiefe und 3m Höhe (Aula, Turnhalle, Pausenhalle oder ähnliches)

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Wir bringen 

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Spieldauer: ca. 60-70 Minuten